Informationen
Wir planen und betreiben Deponien nach gesetzlichen Vorgaben und der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA). Eine umfassende Planung mit allen Beteiligten ist uns wichtig. Ein schonender Umgang mit der Natur und Umgebung, und ein professioneller Betrieb.
Depko AG, Gossau:
Der Deponiebetrieb ab Bauauflage November 2025 wird von der Firma Depko AG, St. Gallerstrasse 99, 9200 Gossau übernommen, dies ist eine 100% Tochtergesellschaft der Koch AG, Appenzell. Der ganze Betrieb und sämtliche Eingaben und Bewilligungen werden über diese Firma laufen. Die Ansprechpersonen etc. bleibt sich jedoch alles wie bisher.
Verwerten vor Entsorgen - das ist unser Credo.
Informationen
Informationsanlässe
Für das Deponieprojekt Nutzenbuecherwald wurden bereits verschiedene Informationsanlässe für die Bevölkerung durchgeführt.
Infolge Überführung des Verfahrens von einem kommunalen Nutzungsplan zu einem kantonalen Nutzungsplan (gem. Planungs- und Baugesetz PBG) wird das Mitwirkungsverfahren ein zweites Mal durchgeführt. Die Koch AG hat deshalb im Jahr 2025 erneut zwei Anlässe organisiert. Dies unter der Federführung des Kantons St. Gallen.
Die Informationsanlässe zur zweiten Mitwirkung fanden an folgenden Daten statt:
Folgende Informationsanlässe wurden im Rahmen des ersten Mitwirkungsverfahrens durchgeführt:
Das Mitwirkungsverfahren für den Sondernutzungsplan und das Projekt wurde durch die Stadt Gossau und die Gemeinde Oberbüren vom 15. Juni bis zum 15. Juli 2022 durchgeführt.
Weitere Informationsanlässe wurden auf Anfrage durchgeführt :



Verfahren
Diese findet vom 17. November bis 16. Dezember 2025 statt. Die Unterlagen sind im Bau- und Umweltdepartement,
Lämmlisbrunnenstrasse 54, St. Gallen sowie bei der Stadtverwaltung Gossau und der Gemeindeverwaltung Oberbüren
einsehbar. Alle Unterlagen sind zudem online auf der Kantonswebsite (https://www.sg.ch/bauen/raumentwicklung/
ortsplanung/kantonaler_sondernutzungsplan/laufende-verfahren-kantonaler-sondernutzungsplan.html) verfügbar.
Fragen und Antworten

Im Rahmen der Standortevaluation erfüllte der Nutzenbuecherwald im Vergleich mit diversen anderen Standorten die Kriterien zur Erstellung einer Typ A Deponie am Besten. Auch wurde der Standort durch die Umweltverbände positiv beurteilt. Da die von den Behörden festgelegten Kriterien erfüllt wurden, wurde der Standort in den kantonalen Richtplan 2018 des Kantons St.Gallen festgesetzt.
Der Bedarf an Deponievolumen sauberer Aushub Typ A wurde vom Kanton St.Gallen ausgewiesen. Für die nächsten 10 Jahre fehlen rund 2.7 Mio m3 in der Region Wil-Toggenburg. Je nach Anfall an Aushub in der Nachbarregion St. Gallen Rorschach kann sich die Situation zusätzlich drastisch verschärfen. Im Raum Wil und Rorschach fehlen insgesamt über 5 Mio m3 in den nächsten 10 Jahren.
Für jede Deponie wird das Einzugsgebiet in der Betriebsbewilligung festgelegt. Nur aus dem festgelegten Einzugsgebiet darf Aushub angenommen werden. Dies kann aber auch überkantonal (regional) sein. Der Sitz des Deponiebetreibers hat aber keinen Einfluss darauf, aus welchem Einzugsgebiet Aushub angeliefert werden darf.
Landwirtschaftsfläche wird immer knapper. Die vorgesehene Waldfläche ist ökologisch wenig wertvoll und es gibt bedeutendes Aufwertungspotential bei der Wiederaufforstung. Es sind keine Gewässerschutzbereiche und Fruchtfolgeflächen betroffen. Die Erschliessung ist optimal ab der Autobahn möglich und es sind nur wenig Anwohner betroffen. Kein Deponiestandort mit vergleichbarer Grösse weist so wenig Konfliktpotential auf, wie der Standort Nutzenbuecherwald.
Der gesamte westliche Teil ab der Rüdlerholzstrasse bleibt jederzeit offen (Feuerstelle) und ist ausserhalb des Projektperimeters. Durch die Etappierung und Umlenkungsmassnahmen wird die Beeinträchtigung der Velo-und Wanderwege stark reduziert. Ein Etappenteil (Ost/West) ist teilweise immer offen. Der Deponiebetrieb erfolgt nur werktags zu festgelegten Betriebszeiten. Die Naherholung bleibt damit gewährleistet.
Radmoos ist eine Deponie Typ B, mineralische Baustoffe, das heisst es kann Baumaterial wie Beton, Ziegel etc. enthalten. Die Deponie Nutzenbuecherwald ist ein Deponie Typ A, nur sauberer Aushub. Es besteht kein funktionaler Zusammenhang zwischen den beiden Deponien.
Die beiden Betreiber stehen im Austausch und haben mögliche Synergien geprüft inklusiv allfällig kumulierte Umweltauswirkungen.
Ja, die Landschaft verändert sich. Im Endzustand werden die beiden Deponiekörper aber wieder aufgeforstet sein und es wird ein ökologisch wertvoller Wald an Ort und Stelle wachsen. Das heute fast flache Areal wird durch zwei Hügel von rund 37 Meter und 23 Meter ersetzt. Die geplante Endgestaltung von den beiden Hügeln orientiert sich in ihrer Ausrichtung, Reliefausbildung und Gestaltung am landschaftlichen Umfeld und wird so nicht als Fremdkörper wahrgenommen.
Die Sorge ist verständlich, aber langfristig besteht keine Gefahr für die Bodenqualität.
Für die Deponie müssen bestimmte Waldflächen gerodet werden. Dabei geht jedoch kein Waldboden dauerhaft verloren – er wird gesichert, zwischengelagert und später für die Wiederaufforstung wiederverwendet. Das ist gesetzlich vorgeschrieben (Schweizer Waldgesetz / Waldverordnung) und wird bei solchen Projekten durch Fachgutachten begleitet.
Damit der Waldboden langfristig nicht geschädigt wird, gilt Folgendes:
Kurz gesagt:
Ja, es gibt einen Eingriff – aber nein, der Waldboden wird nicht zerstört.
Er wird geschützt, konserviert und später wieder als Grundlage für einen ökologisch wertvollen Wald eingesetzt. Die langfristigen Bodenfunktionen (Wasserspeicherung, Nährstoffkreislauf, Lebensraum) bleiben erhalten.
Nein. Der vorliegende Untergrund ist stabil, tragfähig und zeigt keinerlei Hinweise für Bewegungen. Die Böschungen werden mit einem mittleren Gefälle von 25% ausgeführt und fachmännisch eingebaut. Die Stabilität der Böschungen ist dadurch gewährleistet.
Der Standort liegt verkehrstechnisch äusserst günstig und tangiert sehr wenige Anstösser. Die Anfahrt zur Deponie erfolgt über die Kantonsstrasse Gossau-Niederwil und kommt vorwiegend über die Autobahn.
Bei der Deponie Nutzenbuecherwald dürfen Anlieferungen nur dann via Oberbüren / Niederwil erfolgen, wenn die Herkunft des Deponiematerials aus der Gemeinde Oberbüren stammt. Dementsprechend wird dieser Anteil durchschnittlich nur bei ca. 2 % des Deponieverkehrs liegen, was ca. 4 Fahrten pro Betriebstag entspricht.
Gemäss Verkehrsgutachten Anschlussknoten A1 (Kurzbericht 28. Juli 2025 Büro Widmer) ist im aktuellen wie auch im Jahr 2040 die Zusatzbelastung durch den Deponieverkehr während der Berufsverkehrsspitzenstunden unproblematisch. Östlich der Deponie führt der Deponieverkehr über den Eichenkreisel in Gossau, welcher während der Abendspitzenzeiten zeitweise überlastet ist. Die Deponie Nutzenbuecherwald wird zu keiner zusätzlichen Belastung führen, denn vor 07.15 Uhr und nach 16.45 Uhr soll sie keine Aushubanlieferungen annehmen dürfen.
Der Kanton St. Gallen ist verpflichtet, die Entsorgungssicherheit für unverschmutztes Aushub- und Abbruchmaterial sicherzustellen. Es werden aber nur Deponien bewilligt, wenn sie auch benötigt werden. Der Bedarfsnachweis muss vor Errichtung einer Deponie erbracht werden. Es basiert auf der jährlichen "Baustoffstatistik Kanton St. Gallen" und ist somit immer aktuell.
Von der Planung bis zur Bewilligung einer Deponie vergehen viele Jahre. Das Verfahren ist komplex, stellt hohe Anforderungen und deshalb werden nie alle geplanten Deponien bewilligt und realisiert.
Der Umweltverträglichkeitsbericht zeigt auf, dass das heutige Ökosystem des Nutzenbuecherwaldes als beeinträchtigt eingestuft wird. Mit der Rodung und etappenweisen Wiederaufforstung werden neue wertvolle Lebensräume geschaffen. Die Wiederaufforstung ist mit standortgerechten Gehölzen nach Biodiversitäts-Kriterien vorgesehen. Es werden Wanderbiotope für Pionier-, Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Im Endzustand gibt es eine deutliche Steigerung der Lebensraumvielfalt und -qualität im Nutzenbuecherwald.
Der Deponiebetrieb erfolgt in Etappen, und es werden jeweils nur Teilbereiche des Gebietes beansprucht. So bleiben während des gesamten Deponiebetriebes Rückzugsbereiche für Tiere bestehen. Die Umweltverbände wurden in die Planung miteinbezogen und stehen hinter dem Projekt.
Das Vorhaben liegt vollkommen ausserhalb von Gewässerschutzbereichen, Grundwasserschutzzonen und -arealen und tangiert keine Grundwasserfassungen oder Quellen.
In der Region ist der Anfall von sauberem Aushub konstant hoch. Durch kurze Anfahrtswege profitiert jede Bauherrschaft durch günstigere Preise und eine lokale wettbewerbsfähige Bauwirtschaft. Es fallen Steuerabgaben etc. für die Gemeinden und den Kanton an. Die Deponie ist für sämtliche Unternehmungen zugänglich.
Im Sondernutzungsplan werden die Etappierung und somit der Zeitplan und die Endform der Deponie verbindlich festgelegt. Bei den Auflagen zur Bewilligungserteilung muss die Firma DEPKO AG / Koch AG eine entsprechende Versicherungs-/Bankkaution für die festgelegten Rückbauarbeiten stellen. Weiter werden während des Betriebes laufend Rückstellungen für die etappenweise Wiederaufforstung gemacht. In letzter Instanz gibt es einen Sicherungsfonds beim Bund, welcher für Sanierungen aufkommt, wenn nicht mehr auf den Betreiber zugegriffen werden kann. Somit ist sichergestellt, dass die Deponie während ihrer gesamten Laufzeit ordnungsgemäss betrieben und wieder zurückgebaut werden kann.
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